WILDE LEIPZIGER
 NÜTZEN, UM ZU SCHÜTZEN  

 WILDE LEIPZIGER 

Wildobst in der Stadt wird selten in seiner Eigenständigkeit wahrgenommen, sondern zumeist als eher beliebiger Bestandteil des Grünzeugs, das dem Spaziergänger eben in öffentlichen Grünanlagen oder Parks begegnet. in der Stadt wird selten in seiner Eigenständigkeit wahrgenommen, sondern zumeist als eher beliebiger Bestandteil des Grünzeugs, das dem Spaziergänger eben in öffentlichen Grünanlagen oder Parks begegnet. Wildobstgehölze im städtischen Raum oft wenig Beachtung erfahren, mag das auch daran liegen, dass viele Arten – wenn man sie überhaupt erkennt – als vermeintlich giftig gemieden werden. So erinnern sich wohl die meisten von uns an die vorsorgliche Warnung der Mutter, auf gar keinen Fall die verlockend roten Früchten der Vogelbeere in den Mund zu nehmen.

Zu den nicht selten im urbanen Umfeld anzutreffenden, aber weitgehend vergessenen und verkannten Wildfrüchten zählen die Mispel, die Scheinquitte oder der Weißdorn, ebenso die Berberitze und die Mahonie. Dabei geben diese Gehölze mit ihrem charaktervollen Wuchs und dem leuchtenden Fruchtschmuck unseren städtischen Landschaften ein ganz eigenes „grünes“ Gepräge, bereichern sie ökologisch in vielfältiger Weise für Mensch und Tier, verleihen ihnen botanische Unverwechselbarkeit.

Deshalb will das Projekt »Wilde Leipziger« die Wildfrüchte wieder ein wenig mehr in das Blickfeld  der Öffentlichkeit rücken. Jährlich steht eine andere Wildfrucht im Mittelpunkt. Getreu dem Motto »Nützen, um zu schützen« wird diese „Wildfrucht des Jahres“ nicht nur im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen zu besonders prägnanten Standorten vorgestellt, sondern ebenso mit einem typischen Verwertungsprodukt gewürdigt. Naturgemäß bieten sich hier Fruchtaufstriche besonders an.

Als „Wilde Leipzigerin 2014“ eröffnete die Kornelle die Projektreihe, 2015 folgte die Vogelbeere und 2016 die Felsenbirne als Wildfrucht des Jahres. 2017 widmete sich das Projekt einem ganz besonderen botanischen Schatz: dem wunderbaren Artenreichtum der Wild- und Primitivpflaumen. 2018 stand mit der Mispel ein ganz besonders charaktervolles Gehölz im Mittelpunkt. 2019 rückt ein Gehölz in den Blickpunkt, das in allen Parks der Stadt Leipzig zu finden ist und  unser aller Beachtung verdient - der Weißdorn.  

Die Scheinquitte, die das Projekt der Wilden Leipziger 2020 fortsetzt, punktet nicht nur mit leuchtend gelben, kulinarisch vielfältig verwertbaren Früchten, sondern ebenso mit einer reichen Auswahl an besonders zierenden Gartensorten.

 2021 wendet sich die Initiative WILDE LEIPZIGER einem Fruchtgehölz zu, das in Stadt und Land allgegenwärtig ist, jedoch so selten bewusst wahrgenommen wird, dass vielen nicht einmal sein Name etwas sagt: die Mahonie. Dass aus den herbsauren Früchten des Kleinstrauchs – richtig verarbeitet – kulinarische Köstlichkeiten wie Gelees, Fruchtpürees oder sogar Obstweine entstehen, ist noch weniger bekannt. Es lohnt sich also, dieses in vielfacher Hinsicht überaus nützliche Gehölz im wahrsten Sinne des Wortes aus seinem „Schattendasein“ herauszuholen und in das Blickfeld einer botanisch interessierten Öffentlichkeit zu rücken. 

 

 

WILDE LEIPZIGER  2021 - DIE MAHONIE                       

 

 

FRUCHTAUFSTRICHE  WILDE LEIPZIGER 2014 BIS 2021

 

  

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